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Sonntag, 30. April 2017

CKM6: Der Kampf um die Herzen und Köpfe

Gewinnt ihn die Rechte, den Kampf um die Herzen und Köpfe? 2014, nach dem Ja zur Abschottungsinitiative (auch MEI genannt) haben wir vom CKM festgestellt „die linke hat den kampf um die herzen und köpfe (gramsci) verloren.“ Eine verlorene Abstimmung - aber wir stehen wieder auf… Dieses Jahr nimmt uns Bernhard Walpen mit auf einen Rundgang in die Stadt und wir erkunden zusammen, wie mit Gramscis Werkzeugen neue Erkenntnisse aus der Stein gewordenen Hegemonie herausgeschält, freigelegt und nutzbar gemacht werden können.
Modern Times? Nie wieder…den Kampf um die Herzen und Köpfe verlieren! Dazu braucht es mehr als das richtige Framing!
Sonntag, 30.4.2017 - 16.30 Uhr  - Treffpunkt vor dem OK-Büro





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Mittwoch, 15. März 2017

Ein kritischer Blick auf den diesjährigen Slogan "Was tun! Nie wieder Faschismus!"

Der diesjährige Slogan des 1. Mai- Komitees ist ein Aufruf und lautet
„Was tun! Nie wieder Faschismus!“

Was tun? 
Und nie wieder…was? 
Das CKM-Team weiss, dass es nicht reicht, ‚was‘ zu tun. Und wir möchten dich auch nicht dazu aufrufen, einfach ‚was‘ zu tun. „Was denn?“ würdest du zu recht fragen, "irgendwas?" Und wir…wir wüssten es vielleicht auch nicht. Was wir aber wissen: Wir wollen nicht nur verhindern, was auch immer (und das ist ein weites Feld). Wir wollen aufbauen, erschaffen, schöpferisch. Aber was? Nun, vielleicht wissen wir es beide - und es ist nicht das gleiche... Wir diskutieren also, streiten, einigen uns - oder auch nicht. Aber so ist die Welt… Und: wir wollen nicht Worthülsen rufen. Das Echo wäre Leere!
Also haben wir uns entschieden, dieses Jahr die CKM-Serie wieder aufzunehmen, damit wir, jede/r für sich und gemeinsam miteinander, lernen, nachdenken, diskutieren, streiten, handeln... um dann auf einer neuen Ebene weiter zu machen, dran zu bleiben... Dialektik...

Wir erzählen darum 2017 ein paar Kapitel der Geschichte
„Modern Times - oder ‚Nie wieder…was?‘“

Das Programm steht und verspricht, spannend zu werden...

Dienstag, 11. März 2014

der kampf um die herzen und köpfe

hegemoniale aspekte im abstimmungsdiskurs


die linke hat den kampf um die herzen und köpfe (gramsci) -so weit er denn geführt wurde und nicht in der umarmung durch economiesuisse erstickte- verloren. technokratisch die argumentation der nein-kampagne - für ein nein, das uns noch lange keine offene und solidarische schweiz gebracht hätte - und welches das breite unbehagen in der bevölkerung völlig ausser acht liess, z.B. gegenüber der ausschliesslich wirtschaftsfreundlichen personenfreizügigkeit. in der bevorstehenden auseinandersetzung um die ecopop-initiative werden wir den kampf um die herzen und köpfe der menschen wieder aufnehmen müssen!
ein CKM mit bernhard walpen.

ort&zeit:
donnerstag, 1. mai, 16 uhr, glaspalast

diese veranstaltung ist teil der drei geschichten, die wir mit den CKM2014 erzählen
weiterlesen:

Donnerstag, 16. August 2012

Die guten Fragen des Antonio Gramsci

empfehlen möchte ich heute gern die lektüre des artikels von razmig keucheyan in der ausgabe vom 10 8 12 über die guten fragen des antonio gramsci in



als teaser daraus ein eine einschätzung zu gramscis durch den autor:
Als einer der bedeutendsten Intellektuellen des vergangenen Jahrhunderts hat Antonio Gramsci in Italien und anderswo auf der Welt am Aufbau einer "Partei der Unterdrückten" mitgewirkt. Er war ein Mann, der Theorie und Praxis zu verbinden verstand. Von den meisten kritischen Intellektuellen kann man das heute leider nicht sagen.
und ein zitat aus dem artikel:

Er [Gramsci] erkannte aber auch, dass Treue zur Revolution bedeutet, bei ihrer Umsetzung in die Praxis neue Wege zu gehen. Auf dieser Einsicht beruht sein Hegemoniekonzept. Der Klassenkampf muss laut Gramsci auch die kulturelle Dimensionen umfassen. Denn er muss sich der Frage stellen, wie die "subalternen Klassen" für die Revolution gewonnen werden können. Für Gramsci beruht erfolgreiche staatliche Herrschaft auf dem doppelten Fundament von Macht und Konsens. Dies sind die beiden Säulen der Hegemonie. Wenn die hegemoniale Macht die Zustimmung der Bevölkerung verliert - wie zum Beispiel 2011 in Tunesien und Ägypten -, sind die Verhältnisse reif für einen Umsturz.

viel vergnügen bei der lektüre!

Samstag, 19. Mai 2012

bauen - in stein gehauene herrschaft. ein nachtrag zum stadtrundgang mit gramsci

wer am CKM12/2 (Hegemonie und Gegenhegemonie) dabei war, interessiert sich vielleicht für diese beiden artikel, das buch, die ausstellung:

Zurück zur alten Grösse / Harald Bodenschatz' monumentale Studie über die neue Stadt im faschistischen Italien (15. Mai 2012, NZZ)
    und
Wohnen zwischen gebauter und gelebter Norm / Ausstellung der ETH Zürich in der Webermühle in Neuenhof zeigt Erfolg und Schattenseite der Göhner-Siedlungen (16. Mai 2012, NZZ)

roman hollenstein rezensiert im ersten artikel bodenschatz' werk über den städtebau für mussolini und weist dabei auf sinn und zweck faschistisch-herrscahftlicher zerstörung und neu schaffung im städtebau in italien und seinen damaligen kolonien hin (mit einem kurzen link nach lugano). einige der schauplätze können dank streetview von google besucht und in ihrem heutigen zustand betrachtet werden. beklemmend. und ja, beim suchen nach 'foro mussolini' heute natürlich 'foro italico' eingeben... ergänzend ein hinweis auf eine weitere lesenswerte rezension des buchs auf welt online:

Siedlung Sunnebüel, Volketswil (Quelle: ETH Bibliothek) 
versteht sich, dass zurichtung durch gebaute gewalt nicht nur in zeiten kapitalistischer krisenintervention stattfindet. herzogs artikel über die ausstellung des Instituts für Geschichte und Theorie der Architektur gta zu den göhner-siedlungen apostrophiert das mit den netten euphemismus 'schattenseiten'. ja, plattensiedlungen gab es nicht nur in berlin marzahn... so aber, wie gta auf der homepage für die ausstellung wirbt, scheint man vor allem auf der erscheinungsebene zu verharren. ein beispiel: der angekündigte "Drohnenflug durch die Webermühle: Der Blick von oben - In Zusammenarbeit mit der Professur für Landschaftsarchitektur Christophe Girot, ETH Zürich, Mittwoch, 23. Mai 2012, 14.00 Uhr" mag zwar spektakulär werden (gar als ergänzung zum CKM12/1 Raum- und Crowd-Kontrolle), dient aber nicht dem verständnis der auswirkung dieser form gebauter zurichtung von individuum und  gesellschaft: atomisierung, konservierung der klein(st)familie, zersiedelung, politische effekte der komponierten ansiedlung bestimmter schichten - um nur einige aspekte zu nennen. 

Sonntag, 6. Mai 2012

gramsci - seit 75 jahren tot? chabis!

am 27.4.37, also vor 75 jahren, starb antonio gramsci, kurz nach seiner entlassung aus den kerkern der italienischen faschisten. mussolini selber sagte "Wir müssen dieses Hirn 20 Jahre am Denken hindern". das schffte er und seine schergen nicht. zum glück. gramsci ist noch heute lesenswert, seine denkfiguren der politischen und kulturellen hegemonie haben nichts an aktualität eingebüsst. das haben die teilnehmenden am diesjährigen CKM2 mit bernhard walpen auf einem kurzen rundgang durch zürich schritt für schritt sehen und erfassen können.

die wochenzeitung woz widmet gramsci in ihrer ausgabe 12-18 eine seite. der artikel von jens renner verliert sich erst langfädig in den alten und neuen querellen der linken über gramsci. nichts neues. dann moniert er den veralteten sprachgebrauch, um schliesslich gegen ende des artikels hin zwar festzustellen "Auch die neuste Geschichte - die ja noch andauert - lässt sich mit Gramsci besser verste­hen" - ohne aber diese feststellung und die paar beispiele substanziell mit gramsci zu begründen. besser gelungen ist da die von stefan howald beigesteuerte zusatzinfo, welche kurz in gramscis begriff der 'hegemonie' einführt. 

Montag, 30. April 2012

ein lesens- und bedenkenswerter text zur situation um den zürcher 1. mai

wir publizieren gerne einen lesens- und bedenkenswerten text zur situation um den zürcher 1. mai, der von der "1. Mai-Koordination Kasama" verfasst worden ist.

der text benennt und diskutiert eine reihe schwieriger aspekte der entwicklungen um den zürcher 1. mai während der letzten jahre und besonders auch der aktuellen situation. mindestens zwei der erwähnten aspekte haben wir in den CKM 1 und 2 auch aufgenommen, dargestellt und vertieft.
da ist einerseits die entwicklung auf seiten der polizeilichen einsatzkräfte am 1. mai (aber nicht nur da) über die letzen jahre, die im CKM1 "Raum- und Crowd-Kontrolle – das Zürcher Beispiel" von walter angst dargestellt worden ist. zu erwähnen ist in diesem kontext auch ein link zur entwicklung von FIS Heer.
dann ist da andererseits auch die frage der herstellung von produkten kultureller hegemonie, die im CKM2 "Hegemonie und Gegenhegemonie - Ein Stadtrundgang" von berhard walpen thematisiert worden ist. gramsci bezeichnet kulturelle hegemonie als die produktion von zustimmungsfähigen ideen. genau das ist die von stadt- und gemeinderat, der polizeiführung und subaltern von der gewerkschaftsführung (eg der UNIA) lancierte mediale und praktische kampagne im umfeld des zürcher 1. mai. und wie so was praktisch funktioniert, das macht der text der kasama-leute klar und deutlich.
uns bleibt, den kampf umd die herzen und köpfe der menschen zu führen. nicht durch sinnleere rituale, sondern durch linke politik und praxis.

material zu den CKM findet sich unter der ausschreibung der kurse und ergänzende dazu und aktualisiert hier.

Donnerstag, 26. April 2012

Hegemonie und Gegenhegemonie - Ein Stadtrundgang

Crash-Kurs Marxismus 2

Kaserne - Banken – UNI+ETH – Bahnhof – Carparkplatz - eine spannend unkonventionelle Einführung in die Hegemonietheorie von Antonio Gramsci, Mitgründer der KPI.
Diese Einführung hat Hand und Fuss: der Luzerner Sozialwissenschaftler Bernhard Walpen und Antioni Gramsci begeliten uns auf dem kurzen Rundgang. Die Schauplätze werden mit den Thesen Gramscis verlinkt und unser Blick für die städtebauliche Materialisierung von Hegemonie geschärft. Und wir erfahren, was der Carparkplatz mit Gegenhegemonie zu tun hat.
Nach dieser Lektion lassen sich auch andere Quartiere und andere Städte lesen und das Angedachte weiter denken.
Je nach Wetter diskutieren wir laufend und am Ende des Rundgangs draussen oder anschliessend im Zeughaushof.

Bernhard Walpen ist Soziologe in Luzern.
Von ihm liegt vor: „Die offenen Feinde und ihre Gesellschaft“, ISBN 3-89965-097-2 www.vsa-verlag.de

Sonntag, 29. April 2012, Treffpunkt um 13 Uhr 30 beim OK-Büro