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Mittwoch, 1. Mai 2019

Der Crashkurs Marxismus macht 2019 eine Pause

Frauen!
Das Plenum des 1. Mai-Komitees hat beschlossen, dass Frauen im Zentrum des 1. Mai 2019 stehen sollen. Weltweit. In der Schweiz. In Zürich. Am 1. Mai. 
Alle Veranstaltungen im Rahmen des diesjährigen Polit- und Kulturprogramms sollen gemäss Beschluss mehrheitlich von Frauen organisiert und realisiert werden. 
Und das ist gut so.  
Da nun aber Karl, Wädi und ich alle dreie Männer sind, haben wir uns entschieden, keine Kosmetik zu betreiben (z.B. am 1. Mai einen CrashKursRosaLuxemburg statt wie bisher Marxens Karls Marxismus ins Zentrum zu rücken... ), sondern Raum, Zeit und Geld frei zu geben und uns für ein Jahr zu verabschieden.
Wir beide vom CKM besuchen heuer Karl, der gemäss den ehedem geheimen Informationen von P.M. in einem  Raumschiff der Xagas durchs Universum kurvt und philosophierend die Flugbahn verändert (hier findet sich eine Rezension zu den 1983 neu verlegten Crypto-Papers S. 21). Wir haben uns dazu nach Plänen von Wallace und Gromit ein Raumschiff  gebaut (der ganze Trip: "A Grand Day out"). Und wir werden, ich verspreche es, die Crackers nicht vergessen. Sag Walla, Wädi!

P.M. war übrigens auch schon @CKM (und deshalb wissen wir, dass die Papers OK sind. No FakeNews! Wir werden Dr. Karl Marx finden. Oder er uns. Wir starten in Springfield.):
Und da! Subcoma, ein weiteres Abenteuer mit P.M.

Und hier! Es gibt sie doch - aber online only: CrashKursRosaLuxemburg...
...denn wie hatte sie doch recht: "Einer der ersten großen Verkünder der sozialistischen Ideale, der Franzose Charles Fourier, hat vor hundert Jahren die denkwürdigen Worte geschrieben: In jeder Gesellschaft ist der Grad der weiblichen Emanzipation (Freiheit) das natürliche Maß der allgemeinen Emanzipation."
Rosa Luxemburg in "Frauenwahlrecht und Klassenkampf",
Broschüre zum II. SPD-Frauentag, Stuttgart, 12. Mai 1912

Samstag, 29. April 2017

CKM1: Politisches Framing - eine Einführung


Wie wird Meinung hergestellt? Am Anfang war das Wort… Ja aber - Wörter bestehen aus mehreren Bedeutungsebenen. Dies müssen Gruppen berücksichtigen, wenn sie politisch erfolgreich sein wollen. Im CKM1 lernen wir die Theorien der Kognitionsforscherin Elisabeth Wehling zum Framing kennen und überprüfen sie an tagesaktuellen Beispielen.
Newspeak? Nie wieder…Manipulation? Modern Times!
Susy Greuter und Otto Tschuor (beide sind Mitglieder des Denknetz)
Samstag, 29.4.2017 - 14 Uhr - Walcheturm


⇓⇓⇓⇓ Präsentation CKM2017 - Susy Greuter ⇓⇓⇓⇓ 
⇓⇓⇓⇓ Skript CKM2017 - Susy Greuter ⇓⇓⇓⇓ 
⇓⇓⇓⇓ Präsentation CKM2017 - Otto Tschuor ⇓⇓⇓⇓ 

...und, ebenfalls empfehlenswert: ⇓⇓⇓⇓ Präsentation zum Framing-Input am RD-Kongress in Basel 2017 ⇓⇓⇓⇓ 


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    Freitag, 28. April 2017

    Die museale Revolution - 100 Jahre was?

    Gleich drei Museen feiern in der Schweiz das 100-jährige der Russischen Revolution.
    Hin gehen?
    Na ja...

    Das Landesmuseum...
    ... (das jetzt auch Nationalmuseum heisst) verspricht: "Zum 100. Jahrestag der Russischen Revolution
    erzählt die Ausstellung im Landesmuseum Zürich von den Beziehungen der beiden Länder in einer Zeit des Umbruchs und bietet einen Überblick über die politische und kulturelle Entwicklung Russlands in dieser Periode."
    Die vielen Exponate illustrieren gut - aber nicht die Erzählung des Museums. Diese ist betont, ja gesucht apolitisch. Dadurch wird die Geschichte als Strom dargestellt (hier ein YouTube dazu), unterbrochen von Phänomenen. Da wird dann, draussen vor der Tür, der Ausgangstür nota bene, wo noch rasch der soziale und politische Link der Schweiz zur revolutionären Bewegung abgehandelt wird zum Generalstreik folgendes 'erzählt':
    Der Landesstreik - Nach einer Reihe sozialer und politischer Konflikte und beeinflusst durch die Umwälzungen in den Nachbarländern kommt es bei Kriegsende im November 1918 zum Landesstreik. Das Oltener Aktionskomitee - mit Robert Grimm an der Spitze - kann eine Katastrophe verhindern, weil es den Streik abbricht. Wichtige Forderungen wie die 48-Stunden-Woche und Neuwahlen nach dem Proporz werden bald eingelöst; andere, wie die AHV und das Frauenstimmrecht, erst nach Jahrzehnten. 
    So begab sich das also zur Zeit, als die sozialen und politischen Konflikte eine Reihe bildeten: Da kam 'ES' zum Landesstreik. Hoppla. Und Grimm verhinderte 'eine' Katastrophe. Darum (oder trotzdem) ging es noch Jahrzehnte, bis die andere Hälfte endlich auch stimmen durfte...
    (Ach ja, und was genau verhinderte Grimm? Als Verfasser des Parteiprogramms der SP von 1935 machte er die Sozialdemokratie durch die Absage an die Diktatur des Proletariats und die Bejahung der Landesverteidigung (SIC!) regierungstauglich.)
    Hingehen? Ja, trotz allem. Freue dich an spannenden und tollen Exponaten, lies diese, nicht deren Beschreibung, lass dir viel Zeit (3 Stunden) und nimm das Neue mit als Illustration für das, was du schon weisst über die Geschichte, um die es bei der Ausstellung gehen sollte. Das Wissen auffrischen? Wir empfehlen vor dem Museumsbesuch den Crashkurs '100 Jahre Russische Revolution' von Beat Ringger, den wir hier vorgestellt haben: "Ein Crashkurs für zuhause"

    Revolution ist tot. Lang lebe die Revolution!...
    ...zeigt in zwei Berner Museen Kunst. Mit der Revolution haben weder die Show im Kunstmuseum
    noch die im ZPK viel zu tun. Im ZPK  wird ausgehend von Werken der Suprematisten und Konstruktivisten versucht, deren Einfluss auf spätere Kunstrichtungen zu erzählen. Man ist sicher stolz, zum 100. Jahrestag ein paar Werke ergattert zu haben, die Nachfrage wird gross sein, man stellt dazu ja nicht nur in der Schweiz aus. Von den eingangs gezeigten Werken von z.B. Malewitsch, Tatlin oder Suetin hüpft man dann von Kabinett zu Kabinett, mal links, mal rechts und steht vor einer Handvoll Werken aus Südamerika. Das ist ja ein kleines Land...müsste man meinen. Denn die Auswahl ist gar klein, die Beschriftung weist nicht darauf hin, wo denn die Schöpfer kommen und auch der Audioguide ordnet kaum ein. Ein weiteres Kabinettchen ist der Fotographie gewidmet und
    auch hier werden die paar Exponate der Bedeutung nicht gerecht. Klar, Rodtschenko ist dabei, gehört sich ja - und ich freue mich immer wieder über sein Auge, das meinen Blick schärft. (Viel mehr davon im Landesmuseum!). Hüpf, hüpf, übernächstes Kabinett, Radical Painting. Revolution? Oder schon tot? Und hüpf...zum Schluss ein Film, Dauer 65 Minuten. Da sitzt dann niemand,
    Hingehen? Nur, wenn du grad in der Gegend bist.
    ...Kunstmuseum...
    Oh, da kommt die grosse Abrechnung. Am Eingang auch ein Malewitsch, Aber dann nur noch Stalin. Stalin. Stalin. Keine Kritik, keine Auseinandersetzung, nur Darstellung. Zwei Telegrafistinnen, sozialistischer Realismus. Uiuiui! Und eben, die Abrechnung. Lustig, wie die Sisifusse zusammen den in Stein gehauenen Marxkopf den Berg runter kicken. Soooo lustig! Und immer wieder mit viel Häme. Waren die doof, die Russen. Waren wir doof, wir Russen. Und dann noch: wie doof bin ich jetzt, sind wir jetzt, sind sie jetzt: auch noch auf den Kapitalismus reingefallen. Kaum zum Aushalten! Kein Lichtblick? Neindoch... Verkauft (oder erzählt?) wird dazu ein Kunstprojekt(?): eine Schar junger Leute bauen in Warschau in Rekordzeit einen Kibbuz, Zaun drum, Stacheldraht drauf, dann eine Assoziationen an faschistische Rituale weckende Fahnenzeremonie, Zukunft? Oder auch
    nur Häme? Zynismus?
    Hingehen? Nein.



    Mittwoch, 15. März 2017

    Ein kritischer Blick auf den diesjährigen Slogan "Was tun! Nie wieder Faschismus!"

    Der diesjährige Slogan des 1. Mai- Komitees ist ein Aufruf und lautet
    „Was tun! Nie wieder Faschismus!“

    Was tun? 
    Und nie wieder…was? 
    Das CKM-Team weiss, dass es nicht reicht, ‚was‘ zu tun. Und wir möchten dich auch nicht dazu aufrufen, einfach ‚was‘ zu tun. „Was denn?“ würdest du zu recht fragen, "irgendwas?" Und wir…wir wüssten es vielleicht auch nicht. Was wir aber wissen: Wir wollen nicht nur verhindern, was auch immer (und das ist ein weites Feld). Wir wollen aufbauen, erschaffen, schöpferisch. Aber was? Nun, vielleicht wissen wir es beide - und es ist nicht das gleiche... Wir diskutieren also, streiten, einigen uns - oder auch nicht. Aber so ist die Welt… Und: wir wollen nicht Worthülsen rufen. Das Echo wäre Leere!
    Also haben wir uns entschieden, dieses Jahr die CKM-Serie wieder aufzunehmen, damit wir, jede/r für sich und gemeinsam miteinander, lernen, nachdenken, diskutieren, streiten, handeln... um dann auf einer neuen Ebene weiter zu machen, dran zu bleiben... Dialektik...

    Wir erzählen darum 2017 ein paar Kapitel der Geschichte
    „Modern Times - oder ‚Nie wieder…was?‘“

    Das Programm steht und verspricht, spannend zu werden...

    Montag, 6. Februar 2017

    Reclaim Democracy ... reclaim was?

    etwas zugespitzt: 
    wer DEN kongress verpasst hat, den bestraft die geschichte!

    wirf post festum einen blick ins programmheft und in die materialien, die aus all den spannenden workshops und den plenen auf die seite von http://www.reclaim-democracy.org/ geladen werden (was wir hoffen...).

    die köpfe noch voll und brodelnd denken wir darüber nach, welche themen wir in den CKM2017 weiter bearbeiten wollen - und mit wem. die palette erstklassiger referentInnen war einfach cool ... und ein cooler pool.

    titel und slogans sind anstössig. reclaim was? welche 'demokratie'? wir kennen keine, die wir wieder haben wollten. demokratie? oder soziale revolte? oder sozialistische revolution? eine bewegung oder eine neue kommunistische partei? oder einfach den tumult institutionalisieren? und wie reden wir darüber? framing? eine neue quelle von worthülsen? oder auch zwitschern? 
    die auslegeordnung, die an den drei tagen des kongresses in einer beeindruckenden breite und tiefe gezeigt worden ist, bietet uns noch lange anregung und stoff für diskussionen und wird unsere wahrnehmung beeinflussen und unser handlen begleiten. 

    wir schlagen erst mal vor: nächste links!

    PS: Dank ans Denknetz für diesen kongress - wir wünschen uns: MEHR DAVON!

    Dienstag, 11. März 2014

    der kampf um die herzen und köpfe

    hegemoniale aspekte im abstimmungsdiskurs


    die linke hat den kampf um die herzen und köpfe (gramsci) -so weit er denn geführt wurde und nicht in der umarmung durch economiesuisse erstickte- verloren. technokratisch die argumentation der nein-kampagne - für ein nein, das uns noch lange keine offene und solidarische schweiz gebracht hätte - und welches das breite unbehagen in der bevölkerung völlig ausser acht liess, z.B. gegenüber der ausschliesslich wirtschaftsfreundlichen personenfreizügigkeit. in der bevorstehenden auseinandersetzung um die ecopop-initiative werden wir den kampf um die herzen und köpfe der menschen wieder aufnehmen müssen!
    ein CKM mit bernhard walpen.

    ort&zeit:
    donnerstag, 1. mai, 16 uhr, glaspalast

    diese veranstaltung ist teil der drei geschichten, die wir mit den CKM2014 erzählen
    weiterlesen:

    wer den kulturkampf verliert, verliert auch den klassenkampf

    josef lang zu den perspektiven der linken nach dem JA zur masseneinwanderungsinitiative

    der konservativismus versteht das eigene kollektiv als eine tief in der geschichte verwurzelte volksgemeinschaft. der politische liberalismus und in seiner nachfolge der freiheitliche sozialismus und die humanistische ökologie gehen vom selbstbild einer gesellschaft aus, die ohne transzendentale verankerung und jahrhundertealte verwurzelung auskommt. es ist dieser kulturkampf, der erklärt, warum viele bürgerInnen links stehen, obwohl das -mindestens unmittelbar- nicht ihren interessen entspricht, und warum viele arbeiterInnen und angestellte rechts wählen, obwohl die SVP aufseiten der reichen steht. dieses paradox beinhaltet zwei risiken: die linke vernachlässigt die sozialen interessen der «kleinen leute», weil die ohnehin SVP wählen. oder sie passt sich deren nationalismus an.

    ort&zeit:
    donnerstag, 1. mai, 17 uhr, glaspalast

    text des referats von jo lang "Wer den Kulturkampf verliert, verliert auch den Klassenkampf"

    diese veranstaltung ist teil der drei geschichten, die wir mit den CKM2014 erzählen
    weiterlesen:

    Dienstag, 23. April 2013

    2013 - das CKM-programm zum drucken und verteilen





    na dann: heraus zum 1. mai!
    ...so ein netter plakatvorschlag von coop zum 1. mai...


    Montag, 25. Februar 2013

    "zum 1. mai" - die 3. sinfonie von dimitri schostakovitsch - CKM2013_Kultur1

    die kunst als neuschöpfung der wirklichkeit...

    ...wir hätten sie gerne aufgeführt, in zürich, am 1. mai 2013, die 3. sinfonie von dimitri schostakovitsch "zum 1. mai" - kultur gehört auch zum crashkurs marxismus. 
    wir hätten, das sind schon too many ifs, leider. kein geld für ein orchester, kein geld, das zeughaus 5 in einen konzertsaal zu verwandeln... 

    aber auch genosse dimitri hatte mühe, sein werk auf die bühne zu bringen:
    "Am 28. Januar brachte die Prawda einen wahrscheinlich von Stalin selbst geschriebenen, nicht signierten (das heißt, von der Partei abgesegneten) Artikel „Chaos statt Musik“ über die Oper heraus, in dem das Werk als Ausdruck „linksradikaler Zügellosigkeit“ und „kleinbürgerlichen Neuerertums“ gegeißelt und mit dem „Formalismus“-Vorwurf verdammt wurde. Dies war aufgrund der Signalwirkung katastrophal. Alle Aufführungen wurden gestoppt; Schostakowitsch erfuhr davon auf einer Konzertreise im Norden. Ein Kritiker nach dem anderen tat Abbitte und stolperte über seine vorherigen Meinungen. Die nächsten Monate schlief Schostakowitsch, mit einem kleinen Koffer unter dem Bett, in seinen Kleidern, stets gewärtig, wie damals üblich des Nachts von der Geheimpolizei abgeholt zu werden." (aus wikipedia)

    ein artikel in der NZZ über "Dmitri Schostakowitsch und die sowjetische Musik der 1920er Jahre" ist spannend zu lesen und bringt viel hintergrundinformation. und macht lust auf mehr als nur text.
    mehr? das können wir hier bieten:

    https://www.youtube.com/watch?v=F31YwZZGlW4